SOMMERSCHNEE – Porträt eines Almlebens

Fr, 28. Nov 2008


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SOMMERSCHNEE – Porträt eines Almlebens

„Über den Almsattel geht der Wind, heißt es in den Almliedern. Tatsächlich ist es aber nicht nur der Wind, der darüber geht, sondern alles und jedes geht und kommt über den Almsattel, über den Rücken, diese Schulter, diese Breitscharte zwischen Höckern und Kogeln – eine Brücke zwischen Tal und Alm. Mit dem Betreten der Almlandschaft über diesen Almsattel durch die Menschen und durch die Nutztiere verändert sich in dem Refugium vorübergehend alles, einen Sommer lang …“

Der Autor Peter Gruber verbringt seit 13 Jahren jeden Sommer als „Hirte“ einer kleinen Jungrinderherde auf einer Alm im Dachsteingebirge. Zu den Besonderheiten dieses sommerlichen Lebens-Refugiums zählen vor allem, dass die Alm, die zum elterlichen Bergbauernhof gehört und ihm von Kindheit an vertraut ist, sehr exponiert inmitten einer spröden Karstlandschaft gelegen ist, abgeschieden von markierten Wanderwegen und nur zu Fuß zu erreichen.

Der Fotograf Kurt Hörbst hat den „Hirten“ mitbegleitet, einige almsommerliche Abschnitte lang, und das Almleben aus der Schwarzweißperspektive porträtiert. Die Fotos veranschaulichen auf sehr authentische, klare, geradezu stille Weise das Leben des „Hirten“, mit Blicken auf die unmittelbare Umgebung, die labyrinthartige Karstlandschaft, die Bergnatur, das Wetter und vielerlei almsommerliche Tätigkeiten und Begegnungen.

Das Buch SOMMERSCHNEE lädt LeserInnen und BetrachterInnen ein, selbst „über einen Almsattel zu gehen“, wenn auch nur imaginär, lässt einen auf diese Weise einer selten gewordenen, vom Tourismus noch unberührt gebliebenen älplerisch-nomadischen, archaisch anmutenden Lebenswelt begegnen!

www.hoerbst.com
www.peter-gruber.com