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SUMMARY:WATER MAKES MONEY
DESCRIPTION:WATER MAKES MONEY\n\nDokumentarfilm\, DE/FR 2010\, 82 min\, R: 
 Leslie Franke\, Herdolor Lorenz\n\n\nin Kooperation mit Die Grünen\n\nim 
 Anschluss: Diskussion mit NAbg. Wolfgang Pirklhuber und LAbg. Ulrike Schwa
 rz\n\n\n\n\nVor 10 -15 Jahren erhob sich eine Welle der Privatisierung uns
 erer Wasserversorgung und wälzt sich seither durch die ganze Welt. Die na
 chhaltigen Folgen -  u.a. von sauberem Wasser abgeschnittene Armenviertel 
 und trockene Wasserhähne in London\, der Metropole des Finanzkapitals - s
 ind mittlerweile weithin bekannt. \n\nSeit „New Labour"\, Blair und Schr
 öder - seit viele die Folgen der Privatisierungen am eigenen Leib verspü
 ren\, ist es aber unschicklich geworden\, von Privatisierung zu sprechen. 
 Seither klopfen Heere von Beraterfirmen bei finanziell klammen Kommunen an
  und versprechen neue Geschäftsmodelle: PublicPrivatePartnership\, Crossb
 order leasing\, Franchising und vieles dergleichen mehr. „Nein\, wir pri
 vatisieren ja gar nicht"\, tönen diese Herrn. „Wir betreiben ja nur Eue
 r Abwasser (und/oder Trinkwasser) für 30\, 60 oder 90 Jahre. Die Anlagen 
 bleiben in Kommunalbesitz. Und die 2000 Seiten Verträge in englisch dazu\
 , die brauchen Sie gar nicht zu lesen\, die verstehen Sie ja sowieso nicht
 . Nein!" \n\nUnd in Wahrheit kommt es ja nicht mal auf das Betreiben an. D
 as kann ein schönes Zubrot sein\, ja! Wichtig ist allein das Kapital\, da
 s mittels Krediten die Infrastruktur „generiert". Daraus schnüren Banke
 n strukturierte Finanzpapiere\, die dann 1000fach verpackt durch die virtu
 elle Finanzwelt geistern und stets neu Rendite generieren. Aber nur unter 
 einer Bedingung\, und die ist klein gedruckt\, geheim und „strafbewehrt"
 : Bei all diesen „Lösungen" haftet die Kommune für jede Art von Minder
 ung und Ausfall der Rendite!\n\nAus Wasser Gift\n\nMit einer auf Generatio
 nen angelegten Vorsorge fürs örtliche Grundwasser\, der kontinuierlichen
  Wartung und Erneuerungen von Rohren usw. hat das alles nichts\, aber auch
  gar nichts mehr zu tun. Im Gegenteil! Die Lebensressource Wasser wird zum
  Medium\, aus dem das Gebräu toxischer Kredite stammt\, das heute die „
 Bad Banks" füllen soll - und mit dem sich die Steuerzahler der nächsten 
 Jahrzehnte vergiften werden.\n\nDie unaufhaltsame Expansion von PublicPriv
 atePartnership?\n\nEin Horrormärchen aus einem fremden Land? Nein\, diese
  Geschichten spielen sich vor unserer Haustür ab. Man muss nur hinschauen
 \, in Berlin\, Braunschweig\, Stuttgart\, beim Wasserzweckverband Bodensee
 . Die Hauptverantwortlichen für diese groteske Art der schleichenden Ente
 ignung kommunaler Verantwortung sind die Platzhirsche des "Weltwassermarkt
 es"\, die französischen Globalplayer Veolia und Suez und die um ihre Fina
 nzprodukte gescharte Banken- und Beraterwelt. Allein der Globalplayer Veol
 ia - 2003 als Nachgeburt des größten finanzpolitischen Crashs Frankreich
 s entstanden - ist heute in mindestens 72 Ländern auf allen fünf Kontine
 nten präsent. In Deutschland hat es der Weltkonzern in kürzester Zeit ge
 schafft\, mit Beteiligungen in 450 deutschen Kommunen zum größten Versor
 ger im Trink- und Abwasserbereich aufzusteigen. Z.B. Braunschweig: Für de
 n Erwerb der Abwasseraufbereitung wendet Veolia keinen Cent auf. Der „Ka
 ufpreis" und die Investitionen werden mit Krediten der Nord LB und der "Pl
 eitebank" Dexia finanziert - rückzahlbar mit Zins und Zinseszins von Brau
 nschweigs Bürgern.\n\nIm Herzen der Macht klafft eine Wunde\n\nTag für T
 ag melden die französischen Globalplayer neue Eroberungen. Sie verspreche
 n günstigere Finanzierungsmöglichkeiten\, Effektivität und auch Nachhal
 tigkeit. Nur in der Heimat der Konzerne\, in Frankreich\, glaubt ihnen kau
 m noch jemand. Ausgerechnet hier\, wo Veolia und Suez 8 von 10 Bürger mit
  Wasser versorgen\, wollen mehr als hundert Kommunen die Kontrolle über d
 iese lebenswichtigen Dienste zurückholen. Ende des Jahres müssen Veolia 
 und Suez am Sitz ihrer Konzernzentralen in Paris die Koffer packen.\n\nein
  Film „von unten"\n\nDer Film „Water Makes Money " wird zeigen\, was P
 aris und andere französische Gemeinden aus der Herrschaft von Veolia & Co
  gelernt haben\, während die „Gelddruckmaschinen" der Multis in deutsch
 en Gemeinden schnurren. „Water makes money " wird Mut machen: Wasser in 
 Bürgerhand ist möglich! Was ein derartiger Film an Aufklärung und Mobil
 isierung leisten kann\, zeigen unsere letzten Filme „Wasser unterm Hamme
 r" und „Bahn unterm Hammer".\n\nDie fortschreitende Privatisierung unser
 er Lebensgrundlage Wasser ist nicht unausweichlich. Aufklärung tut not! N
 icht zuletzt durch das bewegte Bild. Die letzten Filme von Leslie Franke  
 und Herdolor Lorenz „Wasser unterm Hammer" und „Bahn unterm Hammer" ha
 ben tausendfach gezeigt\, wie effektiv ein solcher Film bei der Aufklärun
 g sein kann. Deshalb haben wir alle aufgerufen\, die helfen wollen\, dass 
 „Water Makes Money " zustande kommt.\n\nHunderte sind diesem Aufruf gefo
 lgt und haben mit ihrem finanziellen Beitrag den Film vorfinanziert. Teams
  in Paris\, München und Berlin haben mit viel Idealismus zugearbeitet\, a
 ndere haben unentgeltlich übersetzt\, und viele\, viele brachten uns bei 
 den Dreharbeiten bei sich zuhause unter. Nur so konnte dieser Film entsteh
 en\, nur so war der Paukenschlag der über 100 zeitgleichen Premieren und 
 die vielen weiteren Veranstaltungen möglich.
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