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SUMMARY:The Living City – Lebende Städte für Menschen
DESCRIPTION:The Living City – Lebende Städte für Menschen\n\n\nGegenwä
 rtig lebt 50 Prozent der Weltbevölkerung in Städten und man schätzt\, d
 ass es im Jahre 2050 bis zu 80 Prozent sein werden. Für wen sind unsere M
 etropolen und Stadtmoloche da? Der spannende Dokumentarfilm über den dän
 ischen Architekten und visionären Stadtforscher Jan Gehl (geb. 1936) plä
 diert rational\, aber ebenso leidenschaftlich wie visionär und prophetisc
 h\, wie eine zukünftige Stadt für den Menschen\, Fußgänger*innen und M
 üßiggänger*innen auszusehen hat. Inspiriert durch die Schriften von Lew
 is Mumford\, Jane Jacobs\, Christopher Alexander\, Bernard Rudofsky\, Yona
  Friedman und Ivan Illic hat Jan Gehl eine Reihe von Kurzvideos als Plattf
 orm für Menschen gemacht\, die ihre Gedanken über progressive Stadtplanu
 ng teilen. \n\n\nNach der Vorführung wird mit Fachleuten aus der Region 
 über „Rethinking Scale“ diskutiert\, vom Diskussionsleiter Helmut Wei
 hsmann geführt.\n\n\nFilm\n\nThe Human Scale\n\nRegie: Andreas M. Dalsgaa
 rd. Dänemark 2012. 83 min\n\nÜblicherweise steht bei der heutigen Stadtp
 lanung technische\, wirtschaftliche Aspekte und so genannte "Sachzwänge" 
 im Vordergrund und nicht ökologische\, humane\, soziale und kreative Inno
 vationen. Städte werden weder durch technologische oder intellektuelle Er
 findungen lebenswerter\, sondern wie sich gesellschaftlichen Ideen\, Techn
 ologien und globale Strategien sich entwickeln und eingesetzt werden. Seit
  über vier Jahrzehnte hat das Kopenhagener Büro von Jan Gehl dazu beiget
 ragen\, städtischen Umgebungen auf der ganzen Welt auf der Grundlage sein
 er humanökologischen Forschung zu verwandeln in die Möglichkeiten\, die 
 Menschen tatsächlich nutzen oder nutzen könnten\, die Räume\, in denen 
 sie leben und arbeiten.\n\nIn dieser Filmdokumentation widmet und präsent
 iert sich sein Büro ihre aktuellen Studien und Projekten auf der ganzen W
 elt. Einleitend erklärt Gehl deutlich die Überlegungen\, Methoden und In
 strumente\, die er verwendet\, um radikal neue Stadtansichten in die Lands
 chaften\, wie sie für zukünftige Stadtbewohner sein sollten\, also human
 e und umweltverträgliche Städte für alle. Unter Berücksichtigung des w
 eltweiten demographischen Wandels sowie an veränderten Bedingungen des "u
 rbanen Lebens"\, betont Gehl vier menschlichen Fragen\, die er als wesentl
 iche Voraussetzung für erfolgreiche Stadtplanung der Zukunft sieht. Er er
 klärt\, wie die Städte\, lebendiger\, sicherer\, nachhaltiger und gesün
 der sich entwickeln sollen. \n\nMit seiner Fokussierung auf diese kommunal
 en Grundfragen führt Gehl vor\, wie man in Zukunft überlegen sollte\, se
 lbst die größten "Megastädte" auf einem sehr kleinen Maßstab zu denken
 . Für Gehl\, muss die zeitgenössische Stadtlandschaft durch jene fünf S
 inne des Menschen betrachtet und erlebt werden\, nämlich mit der Geschwin
 digkeit des Spaziergängers (also max. 5 km/pro Stunde anstatt 50 Kilomete
 r/pro Stunde wie der motorisierte Individualverkehr) als mit der Geschwind
 igkeit der Fahrt in einem Auto oder Bus oder Zug. Dieses einfache Grundreg
 el oder Erkenntnis – so argumentiert er einfach und logisch –\, ist al
 lzu oft in den Projekten der Moderne vernachlässigt worden. Obwohl er auf
  die wild wachsenden "Megastädte" in Ostasien konzentriert\, legt sein B
 ürokollege\, der Stadtplaner Kristian Skovakke Villadsen dar\, warum Stra
 ßen und Plätze ein integraler Bestandteil bei der Herstellung lebenswert
 er Städte sind. In weiterer Folge spricht Villadsen darüber\, wie die St
 raße als sozialer Ort zu definieren und zu gestalten sei\, und ferner\, d
 aß der öffentliche Raum für alle da sein muß\, und wie es schädlich e
 s ist für die Stadtplanung\, die Stadt strikt dem Automobilverkehr zu opf
 ern. Villadsen nimmt Los Angeles als abschreckendes Beispiel heran\, jedoc
 h sind die Ideen und Themen einer nach ausschießlich human-ökologischen 
 und geo-biologischen Gesichtspunkten konzipierten "Neuen Stadt" weltweit a
 nwendbar. Es gibt nach Jan Gehls Büromitarbeiter drei Arten von öffentli
 chen Räumen: Der formale Plaza\, der Park und die Straße. Villadsen sagt
  weiters\, dass es wird ein zunehmendes Bedürfnis und selbstverständlich
  eine Nachfrage für radikale Änderungen in naher Zukunft geben\, wenn di
 e Erdölreserven versickern und der Klimawandel schneller und heftiger wir
 d. Wir müssen schon heute dafür sorgen\, das Alternativen für eine urba
 ne Form des Zusammenlebens und Überlebens entstehen\, indem man Modelle u
 nd kleine Vorzeigeprojekte plant und erprobt\, die hoffentlich die Stadt- 
 und Raumplanung der nächsten Generation inspirieren neue und unterschiedl
 iche Qualitäten des Stadtlebens ermöglichen. Denn die Zeit läuft uns da
 von. \n\n(Helmut Weihsmann)\n\n\n\nIn Kooperation mit der Architekturwerks
 tatt und dem Freien Radio Freistadt.
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