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SUMMARY:LOOS ORNAMENTAL
DESCRIPTION:Anläßlich des angeblich so runden Jubiläums des legendären Vortrags “Ornament und Verbrechen“ (1908) von Adolf Loos (1870-1933) zeigen wir den neuen dokumentarischen Kunst- und Architekturfilm LOOS ORNAMENTAL (2008) in Anwesenheit des bekannten Regisseurs Heinz Emigholz.\n\nDer Filmtitel von Emigholz‘ jüngstem Architekturfilm klingt zwar wie eine Provokation\, aber er markiert unfreiwillig auch einen “Benchmark“ in der Rezeptionsgeschichte der Moderne. War es doch kein anderer als der streitsüchtige Adolf Loos\, der mit seiner berühmten Polemik und Denkschrift “Ornament und Verbrechen“ unnützige Verzierungen der modernen Baukunst alleinhändig auszutreiben versuchte und zu einer streng funktionalen Formensprache und seiner Auffassung von einem “Raumplan“ in der Architektur aufrief.\n\nDem Filmemacher geht es ansonsten keinen Augenblick darum\, der Polemik um den Text neue Argumente hinzufügen - ihm liegt einzig und allein an einer möglichst komplexen filmischen Darstellung der Bauten von Loos in deren gegenwärtiger Gestalt. Auf diese Weise wird die Entfaltung von Loos‘ originellen Raumideen\, sein Materialverständnis und die Entwicklung einer nüchternen Architektur “ohne Stil“ vermittelt.\n\nLoos\, ein inzwischen gefeierter Schutzheiliger der Wiener Moderne\, hatte für die meisten seiner Wiener KollegInnen und ZeitgenossInnen nur Spott und Hohn übrig. Loos hatte sich besonders mit seinen Polemiken und pointierten Angriffen auf den falschen Zeitgeist und Dekorationslust des Jugendstils bzw. der “Wiener Werkstätte“ um Josef Hoffmann nicht nur Feindschaften in seiner Heimatstadt gemacht\, sondern ebenso die VertreterInnen des asketischen “Neuen Bauens“\, etwa Walter Gropius\, Mies van der Rohe und Le Corbusier in Verlegenheit gebracht.\n\nLOOS ORNAMENTAL\nDokumentarfilm\, AT 2008\, 72 min.\, R: Heinz Emigholz\n\nIn dem nunmehr dreizehnten Teil seiner umfangreichen Filmserie “Photographie und jenseits" präsentiert der Filmemacher Emigholz ohne Kommentar und in der Chronologie ihrer Entstehung 27 Werke aus dem Oeuvre von Loos. Auf diese Weise wird die Entfaltung von Loos Raumvorstellungen\, sein Materialverständnis und die Entwicklung einer nahezu kubisch-modularen Bauweise vermittelt.\n\nIm Anschluss:\nDiskussion zwischen Heinz Emigholz (Regisseur und Professor an der Akademie der bildenden Künste\, Berlin) und Helmut Weihsmann (Kurator\, Film- und Architekturhistoriker\, Wien).
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