Festival
Das 23. Festival ...
Seit dem ersten Festival "Der Neue Heimatfilm" sind nun schon 22 Jahre vergangen, und stetig ist es gewachsen. Zum 23. Filmfest dürfen wir so viele Gäste wie noch nie begrüßen, Filme aus über 20 Ländern werden in Freistadt von fast ebenso vielen RegisseurInnen, ProduzentInnen und DarstellerInnen persönlich präsentiert. Fünf anregende Tage mit ungezwungenen Gesprächen und Diskussionen warten auf Sie.
Auch gute Bekannte kommen wieder: Aus Italien kommt der neue Film von Giorgio Diritti L'UOMO CHE VERRÀ, der vor 2 Jahren mit IL VENTO FA IL SUO GIRO den Preis für den besten Spielfilm erhielt. Oder der Schauspieler Gerardo Placido, der im Vorjahr zu Gast war und sich zu einem privaten Besuch aus dem Süden Italiens zu uns aufmachen wird. Leider kann Corso Salani seinen neuesten Film nicht mehr selber präsentieren, er ist vor einigen Monaten verstorben. In Erinnerung an ihn zeigen wir seinen letzten Film MIRNA. Die Reihe über italienische Flüsse wird mit der Präsentation des Dokumentarfilms RUMORE BIANCO von Alberto Fasulo, der den Tagliamento porträtiert und mit Ermanno Olmis CENTOCHIODI, der am Po situiert ist, fortgesetzt.
Bewährt haben sich in den letzten Jahren die filmisch-musikalischen Verschränkungen; auch diesmal gibt es jeden Abend einen Film, an den eine musikalische Darbietung im Salzhof anknüpft. Wir freuen uns, dass wir mit dem Publikumspreisträger von Solothurn BÖDÄLÄ – DANCE THE RHYTHM eröffnen dürfen. Zusammen mit dem Spielfilm ZWERGE SPRENGEN kommt dieser gleich im Schweizer Doppelpack.
Geographisch und cineastisch sind wir breit gefächert: Neben zahlreichen Filmen aus Osteuropa, die insbesondere den Wandel seit dem Fall des Eisernen Vorhangs vor Augen führen, kommen vier Filme aus lateinamerikanischen Ländern: Mexiko, Nicaragua, Kolumbien und Chile. Wir stellen zwei Filme aus dem Iran vor, deren Herangehensweisen, den Zustand der iranischen Gesellschaft zu beleuchten, nicht unterschiedlicher sein könnten. Ein Film stammt aus dem krisengebeutelten Georgien, ein bildgewaltiges Liebesdrama aus Kasachstan, und ein Film erzählt eine nervenaufreibende Geschichte aus einer finsteren Epoche Tasmaniens. Tauchen Sie ein in das Alltagsleben des modernen Shanghais, folgen Sie den Spuren der letzten Schafhirten in den Bergen Montanas, lassen Sie sich in einer engagierten Dokumentation in eine an Rohstoffen reiche Provinz im Kongo mitnehmen. Dies sind aber nur einige Beispiele aus dem reichhaltigen Programm…
Auch das regionale Schaffen kommt nicht zu kurz: Etliche OberösterreicherInnen zeigen ihre neuesten Produktionen. Einer der Höhepunkte ist die österreichische Premiere von WHO IS HIGHLIFE? von Wilma Kiener und Dieter Matzka.
Weiters stellen sich unsere Partnerfestivals aus Bozen und Innsbruck mit jeweils einem Programm vor. Im Anschluss an das Programm der Bozner Filmtage am Freitag findet ein Empfang mit Südtiroler Wein und Speck statt.
Damit sind wir bei den leiblichen Genüssen, die bei uns nicht zu kurz kommen dürfen. Dafür sorgt unser bewährtes Küchenteam im Salzhof.
Trotzen Sie mit uns der Finanzkrise, die auch vor unserem Festival nicht halt macht - zumindest streicht die "Kulturstadt" bei der ohnehin schon spärlichen Finanzierung. Lassen Sie sich auf ein anregendes und vielschichtiges Programm mit über 50 Filmen ein. Genießen Sie fünf Tage lang intensives Kino.
Wolfgang Steininger
Andreas Mittrenga
Markus Vorauer |
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